Schulmädchen gefickt
Ich wurde aus dem Schulunterricht heraus ins Sekretariat gerufen, meine Mutter stand dort – einen Brief in der Hand.
„Es sah dringend aus“, sagte sie mit beunruhigter Stimme und hielt mir den Brief hin.
„Wegen eines Briefes holst du mich aus dem Unterricht?“, fragte ich empört, doch da sah ich es bereits: IMPORTANT! EXPRESS! und die Adresse meiner Freundin – meiner verbotenen Freundin –Schulmädchen in der oberen Ecke. Mit zittrigen Händen riss ich den Umschlag auf und zog ein Blatt Papier und ein Ticket heraus. Noch ehe ich den Brief lesen konnte, lief vor meinem inneren Auge ein Film ab…
das Schulmädchen in den arsch gefickt
Mit siebzehn kam ich als Austauschschülerin in die USA und machte damit endlich meinen Traum wahr. Ein Jahr lang wollte ich dort als Gastschüler zur High School gehen, the American way of life kennenlernen und natürlich auch dort leben. Man schickte mich nach Neuengland, Massachusetts um genau zu sein, in eine nette, herzliche Familie, die aus drei Personen bestand: dem Ehepaar Lynne und Michael und ihrem Sohn Phil, der bereits 21 war. Phil brauchte einige Tage, um mit mir warm zu werden, er begriff, dass ich nicht viel mit den 17-jährigen zu tun hatte, die er gewohnt war. Phil und ich freundeten uns an, er zeigte mir die Gegend, half mir anfänglich bei den Schulaufgaben, die ich noch nicht auf Anhieb verstehen konnte, er nahm mich schließlich sogar mit auf Partys, auf denen ich trotz staatlichen Alkoholverbots doch auf meine Kosten kam und illegalerweise hier und da doch einen Bacardi Cola abbekam. In Amerika verstand man schon immer mit dem Alkoholverbot umgehen.
Ähnlich war es an einem Abend im Dezember, an dem eine Geburtstagsfeier von Phils langjährigem und bestem Freund stattfand. Natürlich war ich wieder die Jüngste, doch das anfängliche „Nein, du bist zu jung“ änderte sich nach ein paar Bier. Zwei Jungs um die zwanzig belagerten mich an der Bar, Schulmädchen gefickt ich entzog mich ihnen vorerst nicht, sondern genoss es, die Aufmerksamkeit auf mich ziehen zu können. Während sie mir von ihren Autos erzählten, fiel mir eine junge Frau auf, die gerade den Raum betrat. Aufgestylt war sie nicht, sie wirkte eher fehl am Platz. Ihr braunes, schulterlanges, glattes Haar hatte sie zu einem Pferdeschwanz zusammen¬ge-bunden, außerdem trug sie eine verwaschene Jeans, ein olivgrünes Top und eine schwarze Sweatshirtjacke. Ihre Figur war im Gegensatz zur Kleidung atem¬beraubend, jedenfalls dachte ich so, denn für Machos war sie nichts. Sie hatte nicht die typischen langen Modelbeine, sie war kein Hungerhaken und ihre Oberweite hatte sicherlich nicht doppel D. Nein, sie war der Typ Frau, den ich im wahrsten Sinne des Wortes liebte – keine Tussi, kein Schulmädchen. Für mich eine Bilderbuchfrau!
Meine prüfenden Blicke blieben nicht lange unbemerkt. Die Frau hatte längst bemerkt, dass ich sie sehr lange angesehen hatte. Zuerst sah sie etwas verärgert aus, dann aber, nachdem sie mich selbst ebenfalls länger gemustert hatte, entspannten sich ihre harten Gesichtszüge. Ihre Mundwinkel setzten zu einem Lächeln an. Ihrem Blick nach zu urteilen, erkannte sie, wir saßen im selben Boot. Frau spürt einfach, wenn frau sich für frau interessiert.
„Bist du schon mal mit neunzig über den Highway gefahren?“, lächelte einer der beiden Jungs freundlich.
„Sorry!“, verabschiedete ich mich mit einem entschuldigenden Blick, stand auf und lief mitsamt meinem Glas zu der Braunhaarigen. Als ich bei ihr stand, streckte sie mir gleich ihre Hand entgegen.
„I‘m Debbie“, stellte sie vor und schüttelte mit kräftigem Händedruck meine Hand.
„Isabel, aber alle nennen mich Isi“, Schulmädchen gefickt antwortete ich. Ihr Blick fesselte mich. Aber auch sie nahm den Blick ihrer blaugrauen Augen nicht von mir.
„Du bist nicht von hier?“, fragte sie überrascht, nachdem sie zum ersten Mal meine Stimme gehört hatte. Sie zog dabei leicht eine Augenbraue hoch.
„Richtig“, bestätigte ich und nickte lächelnd.
„Deutschland?“, fragte sie. „Ich war mal ‘ne Zeitlang dort. Dein Akzent klingt deutsch. Was machst du hier?“
„Ich bin Gastschülerin. Und ja, ich komme aus Deutschland“, antwortete ich. Es war nichts Neues für mich zu erzählen, dass ich Europäerin bin und warum es mich denn gerade als Deutsche nach Nordamerika verschlagen hatte.
„Und warum wolltest du unbedingt in die USA? Oder bist du einfach geschickt worden?“
„Die amerikanische Kultur hat mich interessiert“, gab ich zu. „Außerdem bin ich so auf einem anderen Kontinent und kann nebenbei noch meine Englischkenntnisse verbessern.“
Sie lachte leise. „Wenn du wieder nach Hause fährst, wirst du perfekt Amerikanisch können.“ Sie zwinkerte und lächelte.
Ich nickte. „Das hoffe ich doch“, stimmte ich zu.
„Wie alt bist du?“, fragte sie dann interessiert, machte einige Schritte zur Bar und schnappte sich eine noch ungeöffnete Flasche Budweiser. Den Flaschenöffner ließ sie liegen, krallte sich nur ein Feuerzeug und öffnete die Flasche, als würde sie den lieben langen Tag nichts anderes tun.
„Siebzehn“, entgegnete ich. „Und du?“
„Siebzehn? Niemals! Du siehst viel älter aus. Im Gegensatz zu dir bin ich mit meinem Alter ja fast eine Oma.“ Sie lachte laut, stieß ihre Flasche an mein Glas und sagte: „Schulmädchen gefickt Cheers!“
„Das bist du bestimmt nicht“, war ich mir sicher, dabei nahm ich einen Schluck von meinem Bacardi.
„Als ich noch siebzehn war, habe ich aber genauso von einer 21-jährigen gedacht. Und Alkohol ist für dich übrigens verboten.“ Amüsiert kicherte sie, nahm mir mein Glas weg und stellte es auf den Tresen. Wie ein Kleinkind, dem man gerade das Lieblingsspielzeug entrissen hatte, starrte ich sie an.
„Für mich bist du keine Oma. Wer sagt denn, dass ich nicht auf Leute um die zwanzig stehe?“, grinste ich innerlich hoffend, dass sie den Wink verstand. Sie enttäuschte mich nicht, denn ihr Mund formte sich schnell auch zu einem Lächeln.
„Danke für das Kompliment, Isi. Mit wem bist du hier?“ Mit einem Mal war sie wieder ernst.
Als ich gerade antworten wollte, stieß Phil auch schon völlig betrunken hinzu. „Isssi, hier bis du“, stammelte er mit sichtlichen Schwierigkeiten gerade zu stehen.
Debbie legte schnell einen Arm um ihn, um ihn stützen zu können. „Mann, bist du besoffen. Du solltest nach Hause, lieber Phil.“
„Wwwolllt ich grad. Nuuur ebn Isssi holn“, lallte er breit grinsend. Bei diesem Anblick musste ich lachen. Der so riesige, muskelbepackte Phil musste sich von einer Frau, die kaum größer als einfünfundsiebzig war, stützen lassen, um nicht umzufallen.
„Das hast du hiermit getan“, stellte Debbie ruhig fest. „Und zu Hause schön ins Bettchen, nicht wahr, Phil?“ Debbie hob den Zeigefinger.
Phil versuchte sich noch einmal ganz Schulmädchen gefickt gerade hinzustellen, hob dann die Hand zum militärischen Gruß und rief: „Sööör, jawollll, Sööör!“ Spätestens damit hatte er die ganze Aufmerksamkeit auf sich gezogen.
Debbie, der die Situation sichtlich peinlich war, klopfte ihm auf die Schulter und sagte: „Dann mal los, Soldat!“ Zu mir gewandt: „Ich fahr euch nach Hause. Der setzt das Auto glatt gegen den nächstbesten Baum.“ Nickend trank ich meinen Bacardi schnell auf ex, schnappte mir Phils und meine Jacke, dann folgte ich ihr nach. Sie hatte meinen Gastbruder schon in ihren silbernen Toyota verfrachtet und wartete nun an der geöffneten Beifahrertür auf mich. Nachdem ich eingestiegen war, stieß sie die Tür zu, stieg selbst ein und fuhr los. Ein Blick nach hinten verriet mir, mein Gastbruder war bereits halb eingeschlafen. Unglaublich wie schnell das bei ihm ging.
Das Radio dudelte leise vor sich hin, während sie von der einen Ecke der Stadt zur anderen fuhr. Es war keine große Stadt und irgendwie erinnerte sie mich ein wenig an zu Hause. Viele Immigranten, alte Industrie, die man geschlossen hatte, um im günstigeren Ausland zu produzieren, und viele Jugendliche, die nicht wussten, was sie machen sollten. Ich hatte Glück gehabt mit meiner Gastfamilie. Sie lebte nicht mittendrin, sondern etwas außerhalb der Stadt und auch Phil war durchaus jemand, der wusste, was er machen sollte. Aber wenn ich so manche Leute in der Schule sah, dann wurde mir bewusst: es war nicht viel anders als zu Hause in unserem Ruhrpott.
„Du bist so ruhig“, stellte Debbie fest, Schulmädchen als sie an einer roten Ampel hielt.
„Hmm“, brummte ich zustimmend. „Ich dachte gerade an zu Hause.“
„Hast du Heimweh?“, fragte sie ganz unverbindlich und schaute mich prüfend an.
Ich schüttelte den Kopf. „Nein! Ich werde meine Zeit hier voll absitzen“, lachte ich.
Sie stimmte mit mir ein. „Wär auch schade drum“, fügte sie leise hinzu. „So jemanden wie dich gibt es hier im Ort nämlich nicht.“
„Hmm“, machte ich nur zustimmend, während sie wieder anfuhr. Ich spürte, es war ihr inzwischen mehr als offensichtlich, warum ich zu ihr gekommen war. Sie wusste sicherlich auch, dass ich wusste, warum es schade wäre, wenn ich nicht mehr da wäre. Kurzum, die Karten waren offen.
Als sie links in die Straße des Hauses von Phils Eltern einbog, hörte ich sie seufzen. „Fast da“, sagte sie überflüssigerweise und hielt bereits nach wenigen Metern. „Hast Schulmädchen du ‘n Schlüssel?“
Ich nickte, löste den Gurt und stieg aus. Debbie tat es mir gleich, weckte Phil und stützte meinen Gastbruder bis zum Haus. Als ich die Haustür bereits geöffnet hatte, brachte sie ihn geradewegs in den ersten Stock in sein Zimmer. Als ich die Jacken weggehängt hatte, folgte ich beiden. In Phils Zimmer angekommen, sah ich wie Debbie bereits liebevoll wie eine Mutter eine Decke über ihn legte. Nachdem wir ihm beide eine Gute Nacht gewünscht hatten – er hat davon sicherlich nichts mehr mitbekommen – löschte ich das Licht und schloss die Tür.
„Wo sind Lynne und Michael eigentlich?“,Schulmädchen fragte sie. Debbie schien sich auszukennen mit Phil, seinen Eltern und nicht zuletzt in diesem Haus.
„Kino und danach noch in irgendeinen Club“, erklärte ich kurz. Debbie nickte leicht und schien nachzudenken. Ich fragte mich gerade, woran sie wohl dachte, als sie mich plötzlich ansah. Und zwar genau so, dass mich ihr Blick wieder einmal fesselte.
Im nächsten Moment ging alles ziemlich schnell. Sie machte einen großen Schritt auf mich zu und drückte mich mit einem Handgriff gegen die Wand. Noch bevor ich reagieren konnte, spürte ich ihre Lippen auf meinen. Erst fuhr mir ein Schock durch die Glieder, der sich schnell in einer wohligen Entspannung löste. Ich ahnte, es würde ein heißer Kuss werden. Ich ließ mich genüsslich fallen, legte meine Arme um Schulmädchen ihren Hals und erwiderte ihren Kuss leidenschaftlich. Sie zeigte mir den Himmel auf Erden! Fordernd, aber gleichzeitig liebevoll zupfte sie immer wieder an meinen Lippen und spielte mit meiner Zunge. Als sie mich freiließ, sah sie mich an. Ein wenig schuldbewusst, aber irgendwie auch triumphierend.
Ich wollte gerade etwas zu ihr sagen, als ich hörte, wie jemand seinen Schlüssel ins Schlüsselloch steckte. Debbie sprang einen Schritt zurück und blickte mich dann schuldbewusst an. Was sie wohl denken musste?
„Ich sollte nach Hause“, erklärte sie, als ich Schritte hörte. Kurz darauf stand Lynne im Flur.
„Debbie“, lächelte sie. „Schön dich mal wieder zu sehen.“
„Ja“, sagte Debbie kurz und zog ihren Autoschlüssel aus der Tasche. „Ich muss aber los!“ Damit lief sie auch schon an der verdutzten Lynne vorbei. Geistesgegenwärtig hetzte ich ihr hinterher bis zum Auto. Kurz bevor sie ins Auto steigen konnte, holte ich sie ein. Fragend sah ich sie an.
„Muss los“, murmelte sie, während sie das Auto per Fernbedienung entriegelte, die Tür öffnete und einstieg.
„Okay.“ Hilflos blickte ich sie an. Sie bemerkte es, seufzte und beugte sich ein klein wenig vor. Dann winkte sie sich zu mir.
„Sorry“, murmelte sie anschließend. „Ich Schulmädchen war wohl zu stürmisch.“
„Nein!“ Ich hob abwehrend die Hände. „Es war sehr schön.“
Debbie nickte. „Das muss unter uns bleiben, Isi. Wenn das irgendjemand mitbekommt, bin ich geliefert.“ Hastig nickte ich. „Mach’s gut. Pass auf dich auf, Süße. Und lass dich nicht anbaggern.“ Damit schlug sie die Fahrertür zu, startete den Motor und fuhr weg, ohne meine Antwort abgewartet zu haben oder mir eine Kontaktmöglichkeit gegeben zu haben.
Es war das erste Mal, dass ich Debbie getroffen hatte und auch das letzte Mal für etwas mehr als drei Monate. Doch obwohl ich sie in der Zeit weder sah, noch von ihr hörte – ich vernahm kein einziges Lebenszeichen von ihr – wuchs etwas in mir, was ich nur mit einem Wort beschreiben kann: Liebe.
Sicherlich klingt es naiv und vielleicht auch Schulmädchen dumm, aber ich hatte mich bei der Party und dem liebevollen Kuss danach, heftig in sie verguckt. Ich versuchte sie zu finden, das gelang mir aber nicht. Selbst Phil und seine Freunde wussten nicht, wo sie war. Das einzige, was mir durch den Sinn ging, war wie gewonnen, so zerronnen.
Vom Schulmädchen schwanz geblasen
Es war ein Tag Ende Februar, als ich recht spät von der Schule nach Hause kam. Mein Gastbruder erwartete mich schon.
„Mach dich fertig“, forderte er.
„Wozu?“, war alles, was ich herausbrachte. Ich fühlte mich nicht nach Feiern oder Essen gehen. Ich war schlapp, müde, fertig. Die Schule war in dieser Woche recht stressig gewesen, ich wollte nur noch relaxen.
„Frag nicht, mach dich einfach fertig.“ Ich tat, was er mir sagte, dann verfrachtete er mich in sein Auto und kutschierte mich durch die halbe Stadt. Er fuhr zu einem Schulmädchen Stadtteil, der mir kaum bekannt war. Die Häuser hier wirkten alt und ein wenig heruntergekommen auf mich. Was sollte ich in einem der Armenviertel dieser Stadt?
Vor einem grauen Haus hielt er. Wir stiegen aus, es war Musik zu hören. Eine Party? Nach feiern war mir nicht zumute. Das sagte ich ihm auch.
„Du musst ja auch nicht feiern“, erklärte er nur, und zog mich zum Haus. Er klingelte, ein Typ in meinem Alter ließ uns herein. Phil grüßte, danach schleppte er mich durch das eher unscheinbare Haus. Die Möbel waren alt, wahrscheinlich so alt wie das Haus selbst. Ein Haufen Jugendlicher in meinem Alter betranken sich gerade in der Küche, vor dem Badezimmer war Schlange stehen angesagt und drei Mädchen lagen sich in den Armen – zwei von ihnen heulten. Wohin hatte Phil mich denn da gebracht?
Er führte mich die Treppe hoch und blieb vor einer Tür stehen. Ein selbstgebasteltes Schild hing an der Tür: „Caution! Firearms in use!“
Ich sah Phil fragend an. „Ich bin wieder Schulmädchen weg“, sagte er, vorher klopfte er an der Tür, drehte sich um und ging. Die Kinnlade fiel mir runter, aber viel Zeit verdutzt zu sein hatte ich nicht – die Tür öffnete sich.
Fast wie ein Geist stand Debbie plötzlich vor mir. Sie sah abgekämpft aus, ihre Augenränder waren dunkel, ihr Gesichtsausdruck sehr hart. „Komm rein“, sagte sie heiser. Ich folgte sprachlos ihrer Aufforderung. Debbie war da. Drei Monate hatte ich sie gesucht, hatte auf sie gewartet. Und jetzt stand sie plötzlich vor mir und ich konnte mich noch nicht einmal freuen?! Ich war geschockt. Irgendwie.
Ihr Zimmer war klein. Auf ihrem Bett lag eine olivfarbene Wolldecke, darauf eine silberne Handfeuerwaffe. Der Schreibtisch war leer, das Bücherregal voll mit Romanen. Neben dem Bett stand eine große olivfarbene Tasche, die schon fertig gepackt schien. Mein Blick wanderte zu Debbie.
„Schön, dich wiederzusehen“, sagte sie leise und lächelte gequält.
„Wo warst du?“, wollte ich wissen, ohne auf ihre Feststellung einzugehen. Natürlich fand ich es auch schön, sie wiederzusehen, aber die Frage, wo sie gewesen war, brannte zu sehr.
„Nicht da“, antwortete sie. Ich sah genau, Schulmädchen wie sie versuchte mir auszuweichen. Ihr Blick fiel auf den Boden vor mir. Sie schaffte es nicht, mich anzusehen.
„Das ist keine Antwort auf meine Frage.“
„Es ist unwichtig.“ Sie sah wieder hoch, jetzt direkt in meine Augen. „Wichtig ist nur, dass du jetzt hier bist.“ Ich schwieg. Am liebsten hätte ich ihr widersprochen, sie angeschrien und zur Sau gemacht, aber das konnte ich nicht. Sie sah nicht gut aus. Ich meine, nach wie vor, war sie attraktiv, aber sie wirkte übermüdet, einfach fertig.
„Wie geht es dir?“, fragte ich also. „Du siehst nicht gut aus.“
„Okay“, entgegnete sie knapp. „Hast du Hunger?“, fragte sie und wandte sich ab, um eine gelbe Packung zu öffnen. „Ich hab Kekse da. Oder möchtest du etwas trinken?“ Ich schüttelte den Kopf. Warum bloß lenkte sie ab?
„Debbie, was ist los?“, fragte ich. Die drehte sich langsam um und blickte mich schuldbewusst an. Es musste etwas passiert sein.
Das Schulmädchen in den Mund Gefickt
„Das ist im Moment einfach nicht wichtig, Isi.“ Sie legte die Kekse auf ihren Schreibtisch, ergriff dann die Waffe.
„Was hast du vor?“ Meine Stimme zitterte.Schulmädchen Mir ist es unerklärlich, warum ich in diesem Moment daran dachte, aber ihre Verfassung ließ diese Gedanken zu. Sie würde sich doch wohl nichts antun, oder?
„Nichts.“ Sie legte die Waffe in ein Kästchen, ein schwarzes Tuch über die silberne Pistole und verschloss dann die Box. Diese stellte sie auf den Schreibtisch neben die Kekse. Dann setzte sie sich aufs Bett. „Komm her, Süße“, forderte sie. Wortlos folgte ich ihrer Aufforderung.
Als ich neben ihr saß, blickte sie mich kurz an, kam dann näher gerutscht und berührte mit ihren Lippen leicht meine. Anschließend blickte sie starr an mir vorbei. „Ich möchte später mal aufs Land ziehen“, offenbarte mir Debbie etwas zusammenhangslos, dabei ergriff sie meine Hand. Mein Blick wanderte zu ihr. Sie hatte den Kopf gesenkt.
„Einfach raus aus der Stadt. Abstand nehmen und abschalten. Ich werd mich wohl als Schriftstellerin versuchen oder als Übersetzer. Vielleicht auch noch andere Sprachen lernen.“ Sie drückte meine Hand fester, ich glaubte fast sie zittern zu spüren. Ihre Hand war kalt.
„Du kannst mich dann ja mal besuchen kommen.“ Sie sah kurz auf. Ich nickte und schaute sie nachdenklich an. Warum erzählte sie mir das bloß? Wollte sie sich für ihr Schulmädchen Zimmer rechtfertigen? Für diese Gegend? Ich wurde nicht schlau aus ihr.
Aus dem Gedanken heraus rückte ich etwas näher an sie heran und ließ ihre Hand los. Ich legte einen Arm um sie. Die harte Frau verschwand nun gänzlich, sie begann zu weinen, ließ sich von mir drücken und legte ihre Hand an meine Seite. Sie zitterte tatsächlich. Es musste etwas wirklich Schlimmes passiert sein, aber ich wollte sie auch nicht fragen. Manchmal ist es besser nicht neugierig zu sein.
Sanft strich ich ihr über den Rücken, verharrte ab und zu an ihrem Nacken, kraulte in ihren Haaren. Debbies Atemzüge wurden nach einiger Zeit ruhiger und gleichmäßiger. Ihre Hand verließ meine Seite, sie legte einen Arm nun ganz um mich und schmiegte sich an mich. Ich hielt sie fest an mich gedrückt und schloss die Augen. Meinen Verstand versuchte ich auszuschalten. Ich hatte noch nie jemanden, den ich kaum kannte, so gehalten. Was auch immer es war, Debbie fesselte mich. Ich hatte sie ins Herz geschlossen, schon nach unserer ersten Begegnung.
Ihre Hand streichelte meinen Rücken, während sie ein kleines Stück zurückwich, um mich ansehen zu können. Ihre Augen waren gerötet, sie sah schrecklich verheult aus, aber mir machte das nichts. Sie war immer noch wunderschön.
Ich strich ihr über die Wange, beugte mich Schulmädchen vor und küsste ihre Lippen. Sie erwiderte meinen zärtlichen Kuss mit einem langen leidenschaftlichen. Es fühlte sich fast an, als wäre die alte Debbie wieder da, die mich vor drei Monaten geküsst hatte. Aber nur für kurz, denn anschließend schaute sie mich wieder mit glasigen Augen an. Ich drückte ihr noch einen Kuss auf Stirn, kickte dann meine Schuhe von den Füßen und legte mich auf ihr Bett, meinen Kopf aufs Kissen. Debbie zog ich an mich heran, ihren Kopf legte sie auf meine Brust, verträumt spielte ich mit einer braunen Haarsträhne von ihr. Dann versuchte ich es:
„Debbie, was ist passiert? Was ist los mit dir? Du siehst wirklich nicht gut aus.“
Ihre Hand hörte auf meinen Bauch zu streicheln, sie krallte sich dann an meiner Bluse fest. Ihr Körper verkrampfte sich, sie begann zu weinen. Bald spürte ich wie meine Bluse ihre Tränen aufnahm und diese einen feuchten Film auf meiner Haut hinterließen. Ich legte meinen Arm um ihren Kopf, küsste sie und drückte sie fest an mich. Erst als sie nach Luft japste, ließ ich sie langsam los. Die Amerikanerin richtete sich auf. Im Schneidersitz setzte sie sich so hin, dass sie mich anblicken konnte. Dann nahm sie meine Hand.
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„Isi, es tut mir Leid“, murmelte sie. Ich schüttelte nur den Kopf, weil ich nicht wusste, was ihr Leid tat. Sie drückte fest meine Hand und klärte mich nun erstmal über ihre Schulmädchen Gefühlslage auf: „Isi, ich kann dir nicht sagen, warum es so ist, aber du hast mich irgendwie überwältigt. Auf der Party… Ich habe dich gesehen und da war‘s auch schon um mich geschehen. Du bist so wundervoll. Ich dachte erst, ich würde träumen, aber dann hab ich gemerkt, dass du genauso tickst wie ich. Ich hab da irgendwie ein Gespür für. Ich weiß, dass es mies von mir war, dich so lange allein zu lassen, ohne dass du wusstest, wo ich bin, was ich mache, wie es mir geht. Es tut mir so Leid.“ Ein neuer Tränenstoß verließ ihre Augen. Ich richtete mich auf, küsste ihr einige Tränen weg, doch es waren zu viele. Also half ich mit den Daumen nach und strich ihr die Tränen weg.
„Debbie, mir geht es doch genauso. Es ist gut. Es wird alles gut. Du bist doch wieder da. Jetzt wird alles gut.“ Ich war mir sicher. Wenn sie es wollte, dann würden wir noch ein paar wundervolle Monate erleben können, ehe ich nach Deutschland zurückfuhr. Doch sie schüttelte sofort vehement den Kopf.
„Nein, Isi. Ich bin nicht da. Ich muss…“, sie schnappte nach Luft, „…morgen wieder gehen.“ Ich machte große Augen.
„Wohin? Warum bist du dann heute hier?“ Meine Gedanken fuhren Achterbahn.
„Süße, es darf uns nicht geben. Wir dürfen nicht zusammen sein. Nicht offiziell. Das hier darf niemand erfahren. Phil wird es niemandem erzählen. Aber wenn die das rauskriegen, dann bin ich geliefert.“
„Wer ist die?“ Mein Hals war trocken. „Warum dürfen wir nicht zusammen sein?“ Ich verstand die Welt nicht mehr. Sie hatte Phil anscheinend damit beauftragt, mich zu ihr zu bringen, sie hatte mich geküsst, sie weinte sich jetzt bei mir aus. Sie sagte, sie mochte mich, warum konnten wir dann nicht Schulmädchen sein?
Ihr Blick fiel auf die Decke vor ihr. Sie schüttelte den Kopf, ein paar Tränen rannen ihre Wangen hinab und tropften auf ihre Jeans. Sie schien zu überlegen. Plötzlich sah sie hoch. „Ich in der Army, Isi. Ich darf nicht lesbisch sein. Wenn die das rauskriegen, entlassen die mich unehrenhaft. Das kann ich mir nicht leisten. Ich brauche erstens das Geld und zweitens würde meine Familie mir den Hals umdrehen, wenn ich unehrenhaft entlassen werden würde.“ Ich war sprachlos. Debbie war Soldatin? Es passte zu ihr, ja. Auch verstand ich jetzt, warum Phil sie „Sir“ genannt hatte. Aber trotzdem war ich geschockt. Ich liebte eine Soldatin.
„Isi“, begann sie, brach dann aber ab. Sie hatte mich zuvor zum ersten Mal geschockt. Wollte sie mich jetzt etwa nochmals schocken? Wie? Es konnte doch gar nicht mehr schlimmer werden.
„Warum warst du weg?“, hörte ich mich fragen.
„Ich war in Mississippi. Mit der Einheit. Wir hatten Training. Vorbereitung.“ Das letzte Wort hatte sie geflüstert. Ich sah, wie sie die Zähne zusammenbiss und meine Frage erwartete.
„Vorbereitung wofür?“, fragte ich also und Schulmädchen atmete tief ein. Ich ahnte, dass mir das, was ich nun hören würde, nicht gefallen würde. Es würde mir vielleicht sogar den Boden unter den Füßen wegziehen. Es würde einfach nicht angenehm werden.
„Ich werde ab morgen für mindestens neun Monate in Bagdad stationiert sein.“ Und wie ich den Boden unter den Füßen verlor! Bagdad? Irak? Debbie sollte in den Krieg ziehen? In einen Krieg, der offiziell gar keiner mehr war? Ein Krieg, bei dem täglich Menschen ums Leben kamen? Ich konnte es nicht fassen.
Meine erste für Debbie sichtbare Reaktion war, dass ich mein Gesicht in den Händen vergrub. Die ersten Tränen ließen auch nicht lange auf sich warten. Ich spürte, wie Debbie sich nach vorn beugte, um ihre Arme um mich zu schlingen und mich aufzufangen. Ein Halten gab es für mich nicht mehr. Ich war völlig durch den Wind. Meine Gedanken hatten keine Zusammenhänge mehr, sondern waren eher aneinandergereihte Fragmente. Debbie. Krieg. Uniform. Irak. Bagdad. Tot. Blut. Waffen. Debbie. Hatte ich gerade eben noch gedacht, ich würde sie nie wieder loslassen, hatte sie mir gerade eben noch gezeigt, warum sich das Warten auf sie gelohnt hatte, so war ich jetzt umso schockierter, umso fertiger, umso aufge¬brachter. Ich wollte sie nicht verlieren! Ich wollte nicht, dass sie ging. Ich wollte nicht, dass sie für eine Lüge kämpfte. Und vor allem wollte ich sie nicht wieder eine so lange Zeit vermissen.
Debbie war die Stärkere von uns beiden. Sie weinte nicht mehr, sondern tat nun das, was ich einige Minuten zuvor noch getan hatte: Jetzt streichelte und hielt sie mich. Schulmädchen Liebevoll kraulte sie meinen Nacken und murmelte beruhigend auf mich ein. Wegen meiner Heulerei verstand ich nur Bruchteile von dem, was sie sagte. Solang bis ich mich langsam aus ihren Armen löste.
„Ich will dich nicht verlieren“, war das einzige, was ich sagen konnte, bevor ich wieder in Tränen ausbrach.
„Du wirst mich nicht verlieren“, sie klang sicher. Dann gab sie mir einen Kuss und zwang mich, sie anzusehen. „Isi, du wirst mich nicht verlieren. Ich habe drei Monate für den Ernstfall trainiert. Den Job mache ich mittlerweile seit fast vier Jahren. Glaub mir, ich komme zurück und wenn ich aus der Army bin, dann bist du die erste, mit der ich zusammen sein werde. Aber für den Moment…“ Sie brach ab und ihr Blick senkte sich.
„Für den Moment?“, wollte ich wissen.
„Für den Moment“, nahm sie den Satz wieder auf und sah mich an, „können wir kein Paar sein. Ich will ehrlich zu dir sein, Isi. Ich mag dich. Sehr sogar. Und du bist jetzt das einzige, was ich brauche, auch für die Zeit dahinten. Bitte schreib mir. Ich werde dich auch anrufen, sobald ich kann. Vielleicht haben wir sogar Internet. Ich würde dich nicht mehr drei Monate warten lassen, ohne dass du ein Sterbenswörtchen von mir hörst. Bitte glaub mir! Aber nach außen hin wirst du nicht mehr sein können als eine gute Freundin. Nicht meine intime Freundin.“ Sie strich mir die Tränen weg, küsste schließlich sanft meine Stirn und Wangen, um sich dann neben mich zu legen um meinen Kopf auf ihren Bauch zu ziehen. Sanft spielte sie mit meinen Haaren, als sie hinzufügte: „Ich werde durchkommen, Süße. Ich weiß, Schulmädchen was ich zu tun hab. Aber ich brauche dich, damit… damit ich weiß, warum ich zurückkommen muss.“ Ich schloss die Augen und versuchte ruhiger zu werden. Während die mir doch fast fremde Amerikanerin mich weiter kraulte, dachte ich über ihre Worte nach. Mir war klar, es würde nicht einfach werden, aber genauso war mir klar, dass ich sie nicht allein lassen konnte. Diesen Gedanken teilte ich ihr mit:
„Ich werde auf dich warten, Debbie. Und ich werde dich unterstützen.“
„Danke“, flüsterte sie erleichtert und streichelte mich in den Schlaf.
Gruppensex mit Schulmädchen
Entgegen meines Erwartens hatte ich die Nacht ruhig geschlafen und war kein einziges Mal aufgewacht. Erst am nächsten Morgen öffnete ich wieder die Augen und stellte fest, dass Debbie nicht mehr da war. Als ich mich aufrichtete und im Zimmer umherblickte, fiel mir auf, dass sowohl die Box mit der Waffe verschwunden war, als auch die Tasche. Sie musste gegangen sein.
Ernüchtert stand ich auf, streckte mich gähnend und fragte mich gleichzeitig, wie es nun weitergehen sollte, da sah ich ihn, einen roten Briefumschlag, auf dem Schreibtisch. „Isi“ stand drauf.
Ich öffnete den Umschlag, darin fand ich eine Erkennungsmarke und ein Blatt Papier. Die Erkennungsmarke musste die von Debbie sein, ich hängte sie mir um den Hals. Auf dem Blatt war ein Gedicht, sogar auf Deutsch, niedergeschrieben. Es war…
…Der Film hatte einen Riss. Kurz blickte ich meine Mutter an, ich ahnte schon, warum der Brief so eine hohe Bedeutung hatte. Als ich den Brief entfaltete, fand ich folgende Schulmädchen Sätze auf Englisch. Ich las sie laut vor: